Auff├╝hrung des Musical "CATS"

Bericht zur Cats-Aufführung 2003
„Cats“-Inszenierung machte den Heimatabend zum echten Erlebnis



Der alle zwei Jahre stattfindende Heimatabend der Gemeinde Teningen wurde in diesem Jahr durch den Ortsteil Heimbach gestaltet. Es war wohl der gute Ruf der Heimbacher in Sachen Kulturveranstaltungen, der rund 800 Zuhörer in die Teninger Ludwig-Jahn-Halle lockte. Eröffnet wurde der Abend durch den Musikverein Heimbach unter der Leitung von Bernhard Münchbach, der vor allem durch die einfühlsame Interpretation der Klezmer-Rhapsodie „Shirim“ viel Beachtung fand. Weitere gekonnte Auftritte von Kinderchor, Kirchenchor, Jazztanzgruppe und Männerchor zeugten vom vielfältigen Heimbacher Kulturleben.

Nach der Pause verwandelten rund 120 Mitwirkende, bestehend aus Männerchor, Kirchenchor, weiteren Sängerinnen und Sängern, einer Jazztanzgruppe und dem Musikverein mit den schönsten Melodien aus dem Musical-Klassiker „Cats“ die Halle in ein Musicaltheater. Dazu hatte man eigens ein Abbruchgelände entrümpelt und so einen Schrottplatz als Kulisse in die Halle gezaubert, auf dem sich die perfekt gestylten und geschminkten „Katzen“ tummeln konnten. Unter der musikalischen und künstlerischen Gesamtleitung von Bernhard Münchbach, der zusammen mit dem Chordirigenten Andreas Ebner auch die Arrangements geschrieben hatte, wurde ein perfekt inszeniertes musikalisches Feuerwerk abgebrannt, das vergessen ließ, dass „nur“ Amateure zugange waren. Nach der Einleitung durch das Orchester machte die liebe Katze „Jenny Fleckenreich“ alias Daniela Bilharz den Anfang und beeindruckte mit Stimmenpotenzial und Ausdrucksstärke gleichermaßen. Chordirigent Andreas Ebner verkörperte als „Rum Tum Tugger“ den Robbie Williams der Katzenwelt so gekonnt machohaft, dass seine Fans auf und vor der Bühne in Verzückung gerieten. Ganz andere Stimmung herrschte, als Ulrike Baumer mit reicher Alt-Stimme den klugen „Alt-Deuteronimus“ vorstellte, gesungen mit tiefem Bass von Josef Rombach. Auf der Suche nach dem hinterlistigen „Macavity“ boten Christiane Baumer, Ulrike Baumer, Daniela Bilharz und Sybille Graser eine Nummer mit frechem Gesang und viel Bewegung. Als der Katzenchor mit „Abrakadabra, welch ein Kater……“ den zauberhaften „Mister Mistoffelees“ alias Heinz Lauer bewunderte, gingen auch die Zuschauer mit. Der „Cats“-Evergreen „Memory“, rührend und einfühlsam interpretiert von Christiane Baumer, setzte den Schlusspunkt des halbstündigen Spektakels, das durch eine perfekte Lightshow an Wirkung noch gewann. Während die jungen Mädchen der Tanzgruppe die Szenen optisch untermalten war das Orchester nicht nur musikalisches Bindeglied zwischen den Gesangsnummern, sondern setzte auch gekonnt Akzente, Ohne dabei Solisten und Chor zu überdecken. Erst nach mehreren Zugaben konnten die von Publikum frenetisch gefeierten Akteure von der Bühne.