"Menschen und Schicksale"

So hieß das Motto beim Jahreskonzert des Musikvereins Heimbach. Es war eine beeindruckende Inszenierung, die das hervorragend eingespielte Orchester unter der Leitung von Bernhard Münchbach bot. Über die Geschichten hinter den Stücken informierten die gedruckt vorliegenden "Konzertnachrichten" sowie die beiden Moderatorinnen Daniela Bilharz und Rebecca Rieder.
Eingestimmt wurde das Publikum mit der "Festlichen Ouvertüre" von Friedrich Smetana, bei der sich die knapp 50 Musikerinnen und Musiker als geschlossene Formation präsentierten. Mit weichen und schwermütig klingenden Passagen erklang Georges Bizets "L`Arlesienne Suite Nr. 2". In die Antike führte die Komposition "Vesuvius" von Frank Tichelli, die durch römische Säulen und Sandsteine auf der Bühne sowie einer zur Stimmung des Stückes passenden Illumination untermalt wurde. Nach dem Konzertmarsch "Jubilè Royal" von Wim Laseroms folgte ein impossantes Spektakel. Bei der Aufführung von "Voodoo" von Daniel Buckvich ging nach einem Paukenschlag auf der Bühne und in der Halle das Licht aus, Blitze und Irrlichter zuckten. Die von Geräuschen und Schreien unterbrochene Musik klang wie ein einziges, geordnetes Durcheinander - kein Werk für nervenschwache Besucher. Mit der Musik aus dem Film "Fluch der Karibik" im Arrangement von John Wasson gab es leichtere Muse. Vom Komponisten Otto M. Schwarz war der "Rollercoaster" zu hören. Ein Querschnitt aus dem Musical "Elisabeth" erzählte musikalisch das schicksalhafte Leben und Sterben der berühmten Kaiserin von Österreich. Ein hinreißender Konzertabschluss war "Sir Duke" von Stevie Wonder mit Bernhard Münchbach (Trompete), Christian Domin (Klarinette) und Timo Weis (Posaune) als Solisten. Mit Musik aus dem Film "Die glorreichen Sieben" und einer weiteren Zugabe klang ein denkwürdiger Abend aus.